In einem heruntergekommenen Elternhaus am Stadtrand von Oslo findet ein grausamer Rachemord statt. Richard Strauss’ intensive Musik trifft auf Ole Anders Tandbergs moderne Inszenierung – jetzt mit einer der größten Sopranistinnen Norwegens in der Hauptrolle.
Trauma, Tragödie, Thriller und Triumph
Elektra verehrt ihren toten Vater und träumt davon, dass ihr Bruder nach Hause kommt und die Mutter tötet. Sie schleicht um das verfallene Elternhaus wie ein blutrünstiges Raubtier, während die Mutter hinter verschlossenen Türen vor dem Alkohol zittert, Angstattacken hat und von Albträumen geplagt wird.
Richard Strauss’ kurze und intensive Oper schlug 1909 ein wie eine Bombe. Das Libretto von Hugo von Hofmannsthal war offensichtlich von Sigmund Freuds Studien über hysterische Frauen inspiriert. Ausgehend von Sofokles’ klassischer Tragödie zeigten Hofmannsthal und Strauss, wie zerstörerisch es sein kann, wenn ein Trauma im Körper wohnt.
Als Elisabeth Teige 2023 in Elektra auftrat, wurde sie von der Presse gefeiert – und erhielt den renommierten Kritikerpreis für ihre Rolle als Krysotemis. Jetzt ist sie zurück, aber diesmal in der Hauptrolle Elektra.
Als Elisabeth Teige 2023 in Elektra auftrat, wurde sie von der Presse gefeiert – und erhielt den renommierten Kritikerpreis für ihre Rolle als Krysotemis. Jetzt ist sie zurück, aber diesmal in der Hauptrolle Elektra.