The Good The Bad and The Zugly (GBZ) startete als das Bastardkind der Punk-Szene der 90er Jahre in Oslo – junge Seelen, die die Fackel nach Turbonegro, Gluecifer und Anal Babes weitertrugen. Sie erinnerten uns an eine Zeit, als Punkrock ein Versprechen von infantilem Nihilismus und reiner, bösartiger Freude war.
Jetzt, nach sechs Studioalben und einem Jahrzehnt notorischer Live-Auftritte, sind die einst so virilen Norweger in den unvermeidlichen Lastwagen geraten, der das Mittelalter darstellt. Für jedes produktive Punkband könnte man glauben, dass dies den sicheren Tod bedeutet – Ertrinken in Selbstmitleid, Windelwechsel, heteronormative männliche Unsicherheit als Folge veränderter Geschlechterrollen, Hypotheken, Ehe und körperlicher Verfall.
Obwohl viel davon immer noch zutrifft, scheint es, als würde der düstere, satirische Humor, der GBZ immer geprägt hat, nur neue Nahrung aus der Bitterkeit schöpfen, die in diesen fünf hämorrhoidenbefallenen Körpern wächst. Die Lieder werden schneller, die Riffs derber, der Gesang verzweifelter – und die Songtitel, für die GBZ immer gelobt wurde, sind treffsicherer und lächerlicher als je zuvor.