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CODA: Paloma Munoz: La Quija

Durch und durch

Die spanische Choreografin Paloma Muñoz hat sich als klare, kompromisslose Stimme auf der internationalen zeitgenössischen Tanzszene etabliert. Jetzt bringt sie das mit Auszeichnungen geehrte Werk La Quijá zur Oper im Rahmen des CODA Oslo internationalen Tanzfestivals.

Hall in die Ränder

Was bleibt, wenn fast alles andere verschwunden ist? Was liegt am Rand? In La Quijá sucht die Choreografin Paloma Muñoz zurück zu ihren Wurzeln – in einer körperlichen Erkundung von Erinnerungen, Resonanzen und dem, was insistiert, sich auszudrücken, auch wenn die Worte nicht ausreichen.

Muñoz nimmt uns mit in die spanische Region La Serena in Extremadura. Nicht um das, was einmal war, nachzuahmen, sondern um in das zu graben, was immer noch vorhanden ist: im Körper, in den Knochen und im Atem. Der Titel La Quijá bedeutet Kiefer und wird hier zu einem Bild für die Stimme, das Klagen, den Schrei und das Lied. Ein Ort, an dem der klangliche Ausdruck Gestalt annimmt und an dem das Glühende Risse in die Oberfläche schlägt.

La Quijá ist eine intensive und körperliche Konfrontation mit Wurzeln, Identität und Gemeinschaft, die lange nach dem Verlassen der Bühne weiter vibriert.

Ein Kollektiv in Spannung

Auf der Bühne steht ein großes Ensemble in einem physisch fordernden und präzisen Bewegungsuniversum. Die Körper bilden Bilder, die sich wieder auflösen; sie versammeln sich, brechen auseinander und reorganisieren sich.

Es gibt eine schwingende Spannung zwischen dem straff Komponierten und dem Explosiven, zwischen Kontrolle und Zusammenbruch. Muñoz arbeitet in engem Dialog mit den Tänzern, und das Material trägt deutlich die Prägung individueller Körper in einer gemeinsamen Landschaft.

  • Operaen, Kirsten Flagstads plass 1, 0150 Oslo, Norway
  • 8. Oct, 18:00 – 19:10
Termine
  • 8. October
  • 18:00 – 19:10
Tickets
  • 9. October
  • 17:30 – 18:40
Tickets