Alles für die Liebe! Das Nationalballett tanzt die bittere Liebesgeschichte von Lev Tolstoi, choreografiert von Christian Spuck.
Der Preis der Leidenschaft
„Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich, jede unglückliche Familie ist auf ihre Weise unglücklich.“
So beginnt Lev Tolstois Anna Karenina, der Roman, der oft als der beste der Welt bezeichnet wird.
Anna Karenina trifft Vronskij auf einer Zugfahrt zwischen Moskau und St. Petersburg. Bald sieht sie keinen Weg zurück zu ihrem Ehemann und dem Familienleben, sondern muss die schicksalhafte Entscheidung zwischen ihrer Familie – und ihrem Sohn – und der alles verzehrenden Liebe treffen. Gleichzeitig raschelt es in den Kleidern und es wird in den Gesellschaften des oberen Standes, zu dem sie gehört, getuschelt.
Die beste Premiere des Jahres
„Anna Karenina ist nicht nur ein Roman über Familien, sondern über eine ganze Gesellschaft, mit Spuren der russischen Revolution, sogar des Kommunismus. Es ist ein Meisterwerk.“ Das sagt Christian Spuck, der deutsche Choreograf, der 2014 ein charaktergetriebenes klassisches Ballett von Anna Karenina schuf.
Ballett Zürich und das Nationalballett haben zusammen die Produktion des Stücks übernommen, und das Magazin Dance Europe wählte das Ballett zur besten Premiere des Jahres 2014. Nach der Uraufführung in Zürich und den Aufführungen in Oslo in 2016 und 2019 wurde das Ballett an vielen anderen Orten der Welt aufgeführt.
Große Musik
Christian Spuck hat sich entschieden, das Ballett mit Musik von den Komponisten Sergej Rachmaninow und Witold Lutosławski zu vertonen. Die Musik wird von dem Klavier-Solist Håvard Gimse und dem Opernorchester gespielt. Zudem interpretiert die Mezzosopranistin Cecilia Yufan Zhang – eine der Sängerinnen in WOYS (The Wilhelmsen Opera Studio for Young Singers) – eine Auswahl von Rachmaninows russischen Volksliedern.